Religiöse Werteerziehung

Hände

Es gibt so viele Wege zu Gott wie es Menschen gibt.
Papst Benedikt XVI., Joseph Ratzinger

 

Grundlegendes

Wir verstehen uns als Schule, in der Kinder verschiedener Kulturen und Religionen auf der Grundlage des katholischen Glaubens miteinander leben und lernen. In Kooperation mit außerschulischen (auch christlichen) Partnern und den Eltern leisten wir pädagogische Arbeit zur individuellen Vorbereitung für ein selbst gestaltetes Leben.

Durch die Vermittlung christlicher Grundwerte wie Toleranz, Vertrauen, Ehrlichkeit und Rücksichtnahme entsteht eine positive Lebensatmosphäre. Hierdurch befähigen wir die Schülerinnen und Schüler ein positives Selbstbewusstsein zu entwickeln und Verantwortung für sich, für andere und die Umwelt zu übernehmen. In unserer Schule erziehen wir die Kinder nach den Grundlagen des katholischen Bekenntnisses. Wir erziehen zur Toleranz gegenüber Menschen anderen Glaubens und arbeiten im Sinne der Ökumene. Dabei vermeiden wir konfessionelle Enge. Im Zusammenleben mit Kindern anderer Religionsgemeinschaften und anderem kulturellem Hintergrund üben wir diese Haltung praktisch ein.

Eine solche Erziehung setzt voraus, dass Eltern, Lehrerinnen und Lehrer in ihren christlichen und pädagogischen Vorstellungen und Zielen übereinstimmen. Kinder lernen erst mit zunehmendem Alter und mit Hilfe von Menschen, denen sie vertrauen, unterschiedliche Wertorientierungen zu verarbeiten. So geprägt werden allen Schülerinnen und Schülern Hilfen durch Lehrer und Eltern als Vorbilder für die Orientierung im Alltag und die Sinnfragen des Lebens gegeben. Unsere Schule besuchen auch Kinder, die anderen oder keinen Religionsgemeinschaften angehören und/oder aus anderen Kulturkreisen stammen. Sicherlich gehört dazu als Gemeinschaft achtsam miteinander zu leben ohne die Unterschiede von Charakter, Herkunft oder Begabungen zu verwischen. Damit leisten wir als katholische Grundschule einen unverzichtbaren Beitrag für eine aufrichtige Integration. Basierend auf den christlichen Wurzeln unserer Kultur, unseres Glaubens und unserer Traditionen kann sich so ein tragfähiges Miteinander entwickeln, das die Eigenheiten des anderen nicht nur achtet, sondern wertschätzt. Katholische Grundschulen stärken mit dem täglich gelebten Glauben Halt, Orientierung und verantwortungsvolles Handeln bei den ihnen anvertrauten Kindern – diese sind unerlässliche Voraussetzungen für die Entwicklung einer unverwechselbaren, starken Identität.

Unsere Zusammenarbeit mit St.-Franziskus-Xaverius und Thomaskirche

Unsere Schule lebt vom regen Austausch mit beiden regional ansässigen Kirchengemeinden; St. Franziskus Xaverius als katholischer Verbundpartner und die Thomaskirche auf der evangelischen Seite. So finden unsere Schulgottesdienste in beiden Kirchen für die Kinder unserer Schule statt. Unsere Religionslehrerinnen und Religionslehrer sind im ständigen Dialog mit den Pfarrern der Thomaskirche sowie auch mit dem Gemeindereferenten der katholischen Pfarre, zu der unsere Schule gehört. Auch die gemeinsame Absprache mit beiden Glaubensrichtungen zu unseren religiösen Projekttagen findet regelmäßig statt. Unsere Kinder besuchen die Pfarr- und Gemeindefeste und sind dort zum Teil auch aktiv mit eigenen Aktionen vertreten. Der Sankt-Martins-Zug beginnt mit der Aussendung durch die beiden Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche.

Schulgottesdienste / Open Air Gottesdienst

Die Kinder gehen regelmäßig zum Schulgottesdienst. Dabei entscheiden die Eltern welchen Gottesdienst ihr Kind besuchen soll, sodass stets die Möglichkeit zur Teilnahme an einem der beiden Gottesdienste christlicher Glaubensrichtungen besteht.

Im Kirchenjahr gibt es auch einige ökumenische Gottesdienste, die alle Kinder der Schule gemeinsam besuchen:

Sommer Einschulungsgottesdienst der ersten Klassen
Herbst Projekttag
St. Martin/November Aussendung des Martinszuges
Frühjahr Projekttag
Sommer Open Air Gottesdienst auf dem Schulhof
vor den Sommerferien Verabschiedungsgottesdienst

Feste feiern im Kirchenjahr

Die Feste im kirchlichen Jahreskreis bestimmen zu einem großen Teil unseren Schulalltag. Die Kinder erfahren Hintergründe zu den einzelnen Festen und werden sowohl in der Vorbereitung als auch bei erlebten Feierlichkeiten aktiv eingebunden. Oft sind die Eltern dabei integriert. So beteiligen wir uns auf vielfältige Art und Weise an folgenden Festen: Erntedank, St. Martin, Advent mit Adventssingen, Adventsbasar zu Ehren unseres Namenspatrons St. Franziskus Xaverius, Nikolaus, Weihnachten, Heilige Drei Könige, Aschekreuz und Fastenzeit, Passionszeit und Ostern, Christi Himmelfahrt, Pfarr- und Gemeindefeste sowie Pfingsten und Fronleichnam mit Prozession.

Dieses gemeinsame (Er-)Leben der christlichen Feste bedeutet ein Erleben der christlichen Gemeinschaft, der „communio“. Die Kinder erfahren die Werte der Feste und die Beständigkeit des Glaubens im Jahreserleben. Sie orientieren sich dabei an der christlichen Schulgemeinschaft als Vorbild und finden so eine Verlässlichkeit in ihrem Glaubenshandeln durch das ganze Jahr. Der wiederkehrende Jahreskreis bildet für die vier Grundschuljahre eine verlässliche Basis für die weiteren Glaubenserlebnisse in den nachfolgenden Jahren.